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Konzerte – Konzeptionen

 
 

Beispiele für Programmkonzeptionen ...

 

... an Orgeln, die "stilistisch vielseitig" und nicht zu klein sind und daher nahezu jede Auswahl an Orgelliteratur erlauben:

"Spiegel"
Hier ist nicht die schlicht symmetrische Anordnung von Komponistennamen gemeint, sondern die erklingenden Stücke sind aufgrund von Form, Dauer, Klang oder Satzstruktur an ihren jeweiligen Platz im Programm gestellt, z.B.:

St. Germain St. Germain

 

"Tourist"
Mehrere Stücke eines einzigen Komponisten des 20. Jahrhunderts "besuchen" eine Programmanordnung, die sich ansonsten zwischen Renaissance und Barock bewegt, z.B.:

Berlin Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, Berlin

 

"Gespinst"
Hierbei wird Neue Musik der Alten Musik gegenübergestellt, mit der sie bezüglich Struktur und Dichte "hörbar verwandt" ist, z.B.:

St. Ägidien, Lübeck

 

"Roter Faden"
Alle Stücke des Programms haben eine gemeinsame "innere" Eigenschaft. Das kann z.B. der tonale, strukturelle oder historische Bezug sein, z.B.:

St. Johannis, Lüneburg resonanz
Tomsk

 

... an historischen Orgeln

Historische oder durch ihre Disposition absolut stilverpflichtende Orgeln ermöglichen natürlich ebenfalls konzeptionelle Prinzipien bei der Programmgestaltung, doch steht hier die Epoche oder Ausrichtung des Instrumentes, die natürlich auch "am besten klingt", im Mittelpunkt:

"Balance"
Jeweils zwei aufeinander folgende Stücke des Programms balancieren einen Kontrast bezüglich Klangvolumen oder Satzdichte aus, z.B.:

Freiberger Dom Pauluskirche Ulm resonanz

"Spiegel" (s.o.)

Pellworm

 
 
 

St. Germain des Prés, Paris, 27.1.2002

 

Arvo Pärt (1935) Annum per Annum;

Joh. Seb. Bach (1685-1750), Fuge d-Moll, BWV 539;

Sergej Rachmaninoff (1873-1943), Polichinelle op. 3,4 (Orgelfassung B. Kraus);

Joh. Seb. Bach, Adagio c-Moll (aus BWV 590);

Sergej Rachmaninoff, Humoresque op. 10,5 (Orgelfassung B. Kraus);

Joh. Seb. Bach, Drei Canons aus dem Musikalischen Opfer (BWV 1079,3);

Petr Eben (1929), Walpurgisnacht (aus der Bühnenmusik zu Goethes "Faust").

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Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche Berlin, 4.3.00

 

Joh. Seb. Bach (1685-1750), Dorische Toccata d-Moll, BWV 538;

Jehan Alain (1911-1940), Ballade en mode phrygien;

Glogauer Liederbuch (um 1480), drei Spielstücke: dy katzenphfote – undecimus – all voll;

Jehan Alain, Petite Pièce;
Nicolaus Bruhns (1665-1697), Präludium G-Dur;

Matthias Weckmann (1619-1674), Die lieblichen Blicke (vier Liedvariationen);

Jehan Alain, Deuxième Fantaisie;
Joh. Seb. Bach, drei Kanons aus dem "Musikalischen Opfer", BWV 1079;

Joh. Seb. Bach, Präludium und Fuge e-Moll, BWV 533.

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Orgelkonzert "Gespinste", St. Aegidien Lübeck, 1.5.99

 

Nicolaus Bruhns (1665-1697), Präludium e-Moll;

Joh. Seb. Bach (1685-1750) Kanon à 2 cancrizans;

Boris Guckelsberger (geb. 1968), Gespinst (Uraufführung);

Joh. Seb. Bach, Kanon per motum contrarium;

Jehan Alain (1911-1940), Première Fantaisie;

Jehan Alain, Deuxième Fantaisie;

Joh. Seb. Bach, Präludium und Fuge a-Moll, BWV 543;

Györgi Ligeti (geb. 1923), Etüde Nr.2 "Coulée";

Joh. Seb. Bach, Kanon à 2;

Petr Eben (geb. 1929), "Gretchen", aus der Bühnenmusik zu Goethes "Faust";
Petr Eben, "Walpurgisnacht", aus der Bühnenmusik zu Goethes "Faust".

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Orgelkonzert "Orgelkonzert "Souvenir" bei den Tagen der Neuen Musik in Lüneburg St. Johanniskirche 2.11.96

 

Arvo Pärt (geb. 1935), Annum per Annum;

Györgi Ligeti (geb. 1923), Ricercare;

Wolfgang Rihm (geb. 1952), "Bann, Nachtschwärmerei";

Jehan Alain (1911-1940), Première Fantaisie;

>John Cage (1912-1991), Souvenir for Organ;

Jehan Alain, Deuxième Fantaisie;

Wolfgang Stockmeier (geb. 1931), Tänzerin hört Orgelmusik in einer gotischen Kathedrale;

Boris Guckelsberger (geb. 1968), Epilog.

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Niedersächsisches Tageblatt

 

"Diese durchdachte Programmkonzeption wurde von Barbara Kraus auf eindrucksvolle Weise verwirklicht.

Spannungsreich und virtuos gestaltete sie die unterschiedlichen Ausdrucksebenen der modernen Kompositionen (Musik von Rihm, Stockmeier, Cage, Pärt u.a.).

Eine differenzierte Registrierung verdeutlichte die formale Konstruktion der Werke und gewährleistete ein hohes Maß an klanglicher Durchsichtigkeit."

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Orgelsaal der Philharmonie Tomsk, 5.11.2010

 

In diesem Konzert wird die Musik Johann Sebastian Bachs aus zwei verschiedenen Blickwinkeln betrachtet: Der erste Teil zeigt Kompositionen Johann Sebastian Bachs vor dem Hintergund früherer Generationen der Bachfamilie. Im zweiten Teil des Abends kann der Stilwandel vom Barock zur Klassik nachvollzogen werden. Die barocke Musik des Vaters wird den „empfindsamen“ bzw. frühklassischen Werken seiner Söhne Wilhelm Friedemann und Carl Philipp Emanuel gegenübergestellt.

Johann Sebastian Bach (1685-1750), Praeludium und Fuge G-Dur, BWV 541
Johann Christoph Bach (1671-1721), "Herzlich tut mich verlangen"
Johann Sebastian Bach, Pastorella, BWV 590
Johann Michael Bach (1648-1694), "Der du bist drei in Einigkeit"
Johann Sebastian Bach, Praeludium und Fuge a-moll, BWV 543

------ Pause

Johann Sebastian Bach, Praeludium und Fuge e-moll, BWV 533
Wilhelm Friedemann Bach (1710-1784), Fuga C-Dur, Fuga f-moll
Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788), Sonate F-Dur, Wq70/3
Johann Sebastian Bach, "Jesus bleibet meine Freude", aus BWV 147
Johann Sebastian Bach, Toccata und Fuge d-moll, BWV 565

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Orgelkonzert an den Silbermann-Orgeln von 1714 bzw. 1719 im Dom zu Freiberg am 10.8.00

 

kleine Orgel:

G.F. Händel (1685-1759), Sonata C-Dur;

W.Fr. Bach (1710-1784), Fuga C-Dur;

Joh. Adam Reinken (1623-1722), Toccata G-Dur.

 

große Orgel:

Joh. Seb. Bach (1685-1750), Präludium und Fuge e-Moll, BWV 533;

Joh. Seb. Bach, "Allein Gott in der Höh´ sei Ehr´", BWV 662;

C.P.E. Bach (1714-1788), Sonate a-moll, Wq 70, 4: allegro assai – adagio – allegro;

Louis Marchand (1669-1732), Tierce en Taille;

Louis Marchand, Basse de Trompette;
Joh. Seb. Bach, Passacaglia c-Moll, BWV 582.

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Vierne-Festwochen der Pauluskirche Ulm,
(Link-Orgel von 1910) am 20.9.1997

 

Marcel Dupré (1886-1971), Prélude et Fugue en sol mineur, op. 7/3

Théodore Dubois (1837-1924), In Paradisum

Louis Vierne (1870-1937), Symphonie Nr. 6 en si mineur, op. 59:
- Introduction et Allegro
- Aria
- Scherzo
- Adagio
- Final

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Südwestpresse Ulm

 

"Die Musikerin Barbara Kraus … erwies sich als eine Vollblut-Organistin, die mit Drive, beseelt und technischer Perfektion auf höchstem Niveau musiziert. …

Diese Musik, die durch sehr viele Tonartwechsel nur begrenzt einer Grundtonart zuzuordnen ist (Viernes 6. Symphonie), erstand mit ihren unruhig grübelnden Passagen, plötzlich wieder optimistisch strahlenden Abschnitten … außerordentlich plastisch …

Das toccata-ähnliche, umfangreiche, in jedem Ton unmittelbar mitreißende geniale Finale vermittelte Barbara Kraus in einem alle Facetten grandios beleuchtenden Vortag, der die geforderte Virtuosität problemlos absolvierte und ein überwältigendes Klangerlebnis vermittelte."

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Nordseeinsel Pellworm , Arp-Schnitger-Orgel von 1711, am 18.8.99

 

Dietrich Buxtehude (1637-1707), Präludium g-Moll;

Jehan Alain (1911-1940), Ballade en mode phrygien;

Jehan Alain, Berçeuse sur deux notes qui cornent;

Glogauer Liederbuch (um 1480), fünf Spielstücke;

Joh. Seb. Bach (1685-1750), "Pastorella", BWV 590;

Jean François Dandrieu (1682-1738), Or nous dites Marie (Liedvariationen);

Louis Marchand (1669-1732), Basse de Trompette;

Louis Marchand, Tierce en Taille;

Nicolaus Bruhns (1665-1697), Präludium e-Moll

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